Allgemeine Geschäftsbedingungen

§1 Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der Kuhr Holding AG, Mühlweg 2b, 82054 Sauerlach („Anbieter“) und dem Kunden („Auftraggeber“) über die Nutzung der Software-as-a-Service-Lösung Horalis.

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des §14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen. Mit der Registrierung bestätigt der Auftraggeber, dass er in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt. Alle Preisangaben verstehen sich daher als Nettopreise.

Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§2 Vertragsgegenstand

Gegenstand des Vertrages ist die Bereitstellung der SaaS-Zeiterfassungslösung Horalis als webbasierter Dienst. Horalis umfasst insbesondere:

  • Digitale Zeiterfassung gemäß ArbZG
  • Urlaubsverwaltung mit mehrstufigem Genehmigungsworkflow
  • Verwaltung von Krankmeldungen und Abwesenheiten
  • Reservierung von Arbeits- und Parkplätzen
  • Berichte und Datenexporte
  • Nutzer- und Teamverwaltung mit Rollensystem

Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang weiterzuentwickeln und anzupassen, sofern die vertraglich vereinbarten Kernfunktionen erhalten bleiben.

§3 Registrierung und Nutzerkonto

Für die Nutzung von Horalis ist eine Registrierung erforderlich. Der Auftraggeber ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese aktuell zu halten.

Der Auftraggeber ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten verantwortlich und haftet für alle Handlungen, die unter seinem Konto vorgenommen werden.

Zugangsdaten dürfen nicht an unbefugte Dritte weitergegeben werden. Bei Verlust oder Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.

§4 Leistungsumfang und Verfügbarkeit

Der Anbieter betreibt den Dienst mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns und bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit. Eine bestimmte Verfügbarkeitsquote wird nicht zugesagt. Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind planmäßige Wartungszeiten sowie Ausfälle, die auf höherer Gewalt, auf Handlungen Dritter oder auf Störungen bei vorgelagerten Anbietern beruhen.

Planmäßige Wartung findet nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Arbeitszeit statt und wird dem Auftraggeber mindestens 48 Stunden im Voraus per E-Mail angekündigt. Kurzfristige Wartungsarbeiten zur Beseitigung von Sicherheitslücken bleiben jederzeit zulässig; über sie wird nachträglich informiert.

Störungsmeldungen nimmt der Anbieter unter kontakt@horalis.de entgegen. Auf eine Störungsmeldung reagiert er innerhalb der folgenden Fristen, jeweils gerechnet ab Zugang während der Geschäftszeiten (Montag bis Freitag, 9:00–17:00 Uhr, ausgenommen gesetzliche Feiertage in Bayern):

  • Betriebsverhindernde Störung (der Dienst ist nicht nutzbar): Reaktion innerhalb von vier Stunden.
  • Erhebliche Beeinträchtigung (wesentliche Funktionen eingeschränkt, Nutzung im Übrigen möglich): Reaktion bis zum Ende des nächsten Werktages.
  • Sonstige Störungen und Anfragen: Reaktion innerhalb von zwei Werktagen.

Reaktion bedeutet eine qualifizierte Rückmeldung zum weiteren Vorgehen. Eine Frist für die Beseitigung der Störung wird damit nicht zugesagt; die Beseitigungsdauer hängt von Art und Ursache der Störung ab. Für Störungen, die der Auftraggeber oder ein von ihm eingesetzter Dritter zu vertreten hat, gelten diese Fristen nicht.

§5 Preise und Zahlung

Die aktuellen Preise sind auf der Preisseite einsehbar. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe Inc. Durch die Nutzung des Dienstes erklärt sich der Auftraggeber mit den Zahlungsbedingungen von Stripe einverstanden.

Gerät der Auftraggeber mit einer Zahlung in Verzug, gelten die gesetzlichen Verzugsregeln. Der Anbieter kann Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe verlangen – gegenüber Unternehmern neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (§288 Abs. 2 BGB) – sowie die gesetzliche Pauschale nach §288 Abs. 5 BGB. Die Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens bleibt unberührt.

Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Dienst einzuschränken. Der Auftraggeber wird vorher per E-Mail informiert; der lesende Zugriff auf die vorhandenen Daten einschließlich der Exportmöglichkeit bleibt dabei erhalten, damit der Auftraggeber jederzeit über seine Daten verfügen kann.

§6 Testphase

Neukunden erhalten eine kostenlose Testphase von 14 Tagen. Während der Testphase ist der vollständige Funktionsumfang nutzbar.

Die Testphase geht nicht automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement über. Sie endet nach 14 Tagen; ein Abonnement entsteht nur, wenn der Auftraggeber es aktiv abschließt. Eine Kündigung der Testphase ist deshalb nicht erforderlich.

Vor dem Ende der Testphase erinnern wir per E-Mail an den Kontoinhaber – 7 Tage, 3 Tage und 1 Tag vor Ablauf.

Wird bis zum Ablauf kein Abonnement abgeschlossen, wird das Konto schreibgeschützt: die Anmeldung bleibt möglich, vorhandene Daten bleiben einsehbar und die Auswertungen (Arbeitszeit-, Jahres- und Projektberichte) können weiterhin als XLSX oder PDF exportiert werden; neue Einträge sind nicht mehr möglich. Die Daten werden in diesem Zustand nicht gelöscht. Ein späterer Abschluss eines Abonnements schaltet das Konto ohne Datenverlust wieder frei.

§7 Kündigung

Das Abonnement kann monatlich zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums gekündigt werden. Die Kündigung kann direkt im Kundenkonto vorgenommen werden.

Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt beiderseits unberührt.

Nach Kündigung werden die Daten des Auftraggebers gemäß Datenschutzerklärung und AVV gelöscht. Die Löschung erfolgt spätestens 30 Tage nach Vertragsende. Bis zum Vertragsende kann der Auftraggeber die Auswertungen jederzeit selbst exportieren; darüber hinausgehende Daten stellen wir auf Anforderung in einem gängigen Format bereit.

Gesetzliche Aufbewahrungspflichten bleiben unberührt. Das betrifft insbesondere Arbeitszeitnachweise, die nach §16 Abs. 2 ArbZG zwei Jahre aufzubewahren sind, sowie Rechnungs- und Buchungsdaten mit handels- und steuerrechtlichen Fristen von bis zu zehn Jahren. Diese Daten werden für die Dauer der jeweiligen Frist gesperrt, nur noch für den Aufbewahrungszweck verarbeitet und danach gelöscht.

§8 Datenschutz

Der Umgang mit personenbezogenen Daten ist in der Datenschutzerklärung und im Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) geregelt. Diese bilden einen integralen Bestandteil des Vertrages.

§9 Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.

Für leicht fahrlässig verursachte Schäden haftet der Anbieter nur, sofern eine wesentliche Vertragspflicht verletzt wurde. Die Haftung ist in diesem Fall auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt.

[PLATZHALTER: Haftungsobergrenzen und weitere Ausschlüsse nach Rechtsberatung ergänzen]

§10 Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist München, sofern der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

Stand: 2. August 2026